Sonntag, 11. Juni 2017

Krensheim

amstag  abend waren wir in einem dieser Orte, die irgendwo auf dem Land zu finden sind, ohne den üblich als solche empfundene Besonderheiten oder Sehenswürdigkeiten. Es ist einfach nur ein Bauerndorf, das für gewöhnlich durchfahren, aber nicht angeschaut wird. Für einige mag der Ort doch einen gewissen Bekanntheitsgrad durch die "Krensheimer Musikanten"  (mir selber sagt das nichts) oder den Krensheimer Muschelkalkstein haben. Der Ort hat um die 290 Einwohner, aber sechs Vereine. Was für uns reizvoll war, ist der Frieden und die Ruhe, die Liebe zur Dekoration und Blütenpracht, für mich persönlich auch, daß jedes alte Haus ein Baudatum hat, generell sind sie erst im späteren 19. Jahrhundert. errichtet worden.
Ein weiteres Kuriosum ist, daß selbst Stallgebäude Marien- oder Jesusstatuen aufweisen, auch erst 19. Jahrhundert. ein Wohnhaus besitzt gleich zwei Madonnen, möglicherweise durch die darin lebenden Familien bedingt - jede wollte eben ihren eigenen "Schutz" haben. 









Die Erstnennung 1155 nennt einen Erkenbold von Krensheim als Mitgründer des Klosters Bronnbach. Hier saß also eine edelfreie Adelsfamilie; wo sich im Dorf ihr Ansitz befand, läßt sich wohl kaum noch feststellen.

Eine Attraktion, wenn man so will, ist der Krensheimer See, an dem jedes Jahr ein Sommernachtsfest stattfindet. Für ihn gibt es einen eigenen "Seeverein" und er gilt als das Naherholungsgebiet für die 290 Einwohner. 


Auffällig ist ebenfalls die Fülle an Bildstöcken im und um den Ort, es gibt auch eine eigene Kreuzwegstation, "um 1900" datiert. 



Wenn man mit offenen Augen und allen Sinnen durch Dörfer geht, stellt man fest, daß jedes für sich einzigartig ist und seine besonderen Eigenheiten aufweist. Ich kann nur dazu ermuntern, sich einfach mal im eigenen Umfeld die kleinen Orte anzusehen. Wir zwei waren mit unseren Kameras schon auffällig. Krensheim ist nicht gerade das, was man als Touristenattraktion bezeichnet. Die Freundlichkeit der Einwohner und friedvolle Ruhe haben jedenfalls gut getan. 



Noch ein paar Details:

Alte Namenseinritzungen in der Kirche, 1886

Alte Namenseinritzungen in der Kirche, 1889



Kinderzeichnungen am See

Von Interesse sind auch die alten Grabstein aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert


Montag, 27. März 2017

Die Vier von der Baker Street

ir Arthur  I. Conan Doyle  stellte seinem Helden Holmes kleine Hilfspolizisten an die Seite, Straßenkinder aus London. Zwei französische Comicbuchautoren  zauberten für sie eine herrliche Abenteuerreihe aus dem Ärmel, die mittlerweile sieben Bände und einen Sonderband umfaßt.
Die Reihe "Die Vier von der Baker Street" ist im Splitter-Verlag erschienen und sehr liebevoll aufgemacht. Aufmerksam bin ich vordergründig durch den vierten im Bunde: einen Straßenkater. es war ja klar, daß ich als Comicleser und Fand es Splitter-Verlags diese Bände haben mußte! Der Sonderband zeigt übrigens  die Handlungsplätze  und Lebensumstände im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts.


Hier der bildliche Werdegang von der ersten Begegnung, der offiziellen Aufnahme und die Namensfindung aus Band 1.


Im Verlauf der Serie ist seine deutliche zeichnerische Weiterentwicklung der Figuren erkennbar, hier zwei Abbildungen aus Band 7:


 Ich wünsche der Serie eine möglihcst lange Fortführung.

Hier noch ein ausfürlicher Artikel aus der Stuttgarter Zeitung:
Die Vier von der Baker Street