Donnerstag, 20. März 2014

Weimar, Goethe - und ein wichtiges Tagebuch über 12 Jahre Nazidiktatur

 enn es um das Reich Hitlers geht, bewegen sich schnell moralisierende Finger nach oben. Heutzutage geht ein neues Gespenst um: der sogenannte Geschichts"revisionismus". Das Wort wird gerne mal von Leuten benutzt, die genau die gleiche in Gut und Böse, Schwarz und weiß aufgeteilte Welt wie die Masse der Neonazis besitzen.
. Dieses Buch von Lore Walb bietet eine erstaunliche Fülle an Verständnismöglichkeiten für diese Zeit und ihr Denken, und wenn man zu sich selber fair ist, stellt man fest, daß vieles wie damals heute so noch immer gilt. Frau Walb hat damit ein Buch geliefert, daß die Welt des Dritten Reiches besser und einprägsamer zu erklären vermag als manche wissenschaftliche Abhandlung. Es gehört in das Pflichtlektüreregal der Germanophoben Antifas wie der unbelehrbaren Neonazis. Die jugendliche Begeisterung für den Führer und durch die durch Propaganda und Rollenverhalten geprägte deutsche Welt ist sehr anschaulich und macht ehrlich nachdenklich. Die Autorin geht sehr selbstkritisch mit sich um, sieht aber einen anderen Menschen, der nicht mehr sie ist.  Sie ist jedoch noch der gleiche Mensch, nur die Sichtweisen haben sich geändert.


Das Buch hat 370 Seiten und mein Exemplar wird leider wegen Labelresten auf der Rückseite beeinträchtigt.  Über die Autorin ist einiges zu erfahren:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lore_Walb










Angeregt durch den vielfältigen Lesestoff über Goethe, seine Freunde und seine Welt habe ich mir ein nettes Buch gekauft: Alltag im klassischen Weimar. Nach erster Durchsicht meine ich, daß es sich auch für Reenactors der ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts eignet. Mit 98 Seiten ist es nicht sonderlich füllig, dafür sind die Quellen und das Literaturverzeichnis hilfreich für die Vertiefung.




Ein mit 306 Seiten im Großformat sehr gewichtiges Buch über Goethe in Weimar hat mich besonders gefreut. Neben 13 Artikeln unterschiedlicher Autorren gibt es hier eine ganze reihe interessanter und schöner Abbildungen quer durch alle Themenbereiche. Das Buch ist 1986, also noch zu DDR_Zeiten erschienen. Ich hoffe, auf eine Ideologiefreie Lektüre, aber meine bisherigen Erfahrungen zeigen, daß sich die Goetheforschung und -literatur bislang davon freihalten konnte.

Arbeitszimmer, mit einer nachgestellten Untersuchung zur Farbenlehre

Detail von Goethes Lesezimmer

Das Zimmer von Christiane Goethe

1 Kommentar:

  1. Some beautiful photography posted at your blog....
    unfortunately.... We can only read English.....
    Just wanted to Thank You for joining us at the "Crypt"...

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