Sonntag, 8. Dezember 2013

Manchmal habe ich Momente, da möchte ich das "warmherzige" Deutschland verlassen

ubjektiv betrachtet, scheinen Deutsche alles andere als mitfühlend, warmherzig, freundlich und mitleidend zu sein - beschränkt man diese Wahrnehmung auf Leserkommentare wie etwa bei
Focus
Focus  - (hier fragt angesichts einer Toten und drei nun Mutterlosen Kinder jemand nach dem NUTZWERT einer solchen Meldung! Im ersten Link wird ein Trauernder als "Memme" bezeichnet)
oder Yahoo (da spare ich mir lieber die Links) oder gar unsere Regionalzeitung Main Post, dann mag die Abscheu einen schütteln lassen.
Besonders bei Stürmen oder anderen Katastrophen liest man zynische Kommentare, die einen nur noch fassungslos machen.
Eine Beobachtung ist: je Maulheldartiger sich einer gibt, desto ängstlicher ist dieser Mensch häufig genau dem gegenüber, über daas er sich lustig macht; solche versagen meistens, wenn es um Mitmenschlichkeit bei Unfällen und Unglücken geht.
Kann es auch sein, daß diese Leute irgendwann in der Pubertät aufgehört haben, sich empathisch weiterzuentwickeln?




Diese Stimmen stehen aber nicht beispielhaft für unser Land und das beruhigt doch etwas. Vielmehr machen sich diese Kommentatoren lächerlich und zeigen nur, daß man die wirklich nicht als Freund oder Nachbar haben möchte.

Dann gibt es aber wieder Menschen, die sich durch Zivilcourage auszeichnen und handeln  wie etwa http://cuxnachtfalke.blogspot.de/2013/11/kind-befreit.html


Kommentare:

  1. Vielen Dank. Was die Menschlichkeit angeht kann ich mich Deiner Meinung nur anschliessen. Zivilcourage ist für uns etwas selbstverständliches, aber bei dieser Aktion mit dem Kind war ich nicht alleine sondern hatte auch Unterstützung. Auf Euren Kommentar bei mir habe ich geantwortet falls es Euch interressiert.

    Einen schönen Abend noch.
    Viele Grüße
    Nachtfalke

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  2. Die sogenannte Mitleidslücke gibt es tatsächlich und viele Menschen sind nicht in der Lage, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, man kann es ihnen erklären und sie verstehen es auf rationaler Ebene, aber sie können es nicht selbst fühlen und bei der nächsten Gelegenheit muss man erneut erklären, warum das mitleidslose Verhalten wiederum nicht akzeptabel war, obwohl die Gelegenheit etwas anders gestaltet war, als beim letzten Mal.
    Dafür gibt es viele Ideen als Denkansätze von vererbten Gehirnschaden bis zur Gehirnerschütterung. Eine der aberwitzigsten Ideen, die ich vor kurzem gelesen habe, ist eine Bleivergiftung, die offenbar auch zu Gehirnschäden führt.

    Bei solchen Onlinekommentaren sind aber wohl eher sog. ‚Trolle‘ am Werk, die Internetmeldungen nicht als reale Welt akzeptieren können und dann ist es ihnen schlichtweg egal (oder eben so ein ‚Spaß‘) was für einen Mist sie von sich geben.

    Bei dem geschilderten Fall der Kindsgefährung scheint es auch große Mentalitätsunterschiede zu geben, offenbar war die Frau mit der Kindserziehung überfordert und das Jugendamt hielt sich für nicht zuständig, doch der Showdown im Badezimmer klingt eher nach Angst vor den Behörden, sie wollte ihr Kind verteidigen und nicht schädigen.
    Wünschen wir dem Kind eine liebevolle Pflegefamilie und der Mutter, daß sie andere Wege findet um sich mit ihren Problemem auseinanderzusetzen.
    LG Thea

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  3. Geht mir genauso, aber Gott sei Dank gibt es dann doch auch ab und zu mal wieder Lichtblicke wie z.B. der Cux-Nachtfalke. Einen schönen 3. Advent und

    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

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