Mittwoch, 7. August 2013

Der Judenfriedhof bei Allersheim


evor am Dienstag das Gewitter über uns seinen Tanz ausführte, waren wir am Montag in unserer näheren Umgebung, vier Örtchen angucken. Ein Skulpturengarten in einem Steinbruch durften wir nicht betreten, dafür suchten wir uns als Alternative den Judenfriedhof von Allersheim aus. Den gibt es seit dem Jahr 1665, der älteste Grabstein ist von 1729, zumindest von den Steinen, deren Inschrift man noch lesen kann, die letzte Beerdigung war 19767. Etwa 2000 Grabstellen sind sicher festgestellt. Ein kurzer Weg führt  direkt zum Friedhof, von dem man bequem dann zum kleinen Dorf Allersheim laufen kann.

Offiziell ist der Friedhof zwar nicht zugänglich, aber die Mauer gestattet vielerlei Möglichkeiten, umhinzukommen und dem Friedhof mal wieder etwas Aufmerksamkeit durch Besucher schenken.
Die Internetseite zeigt, wieviele Friedhöfe für Juden wir einst hatten, leider sind viele verschwunden, und die wenigen existenten sind wegen braunem Unflat und anderen dummen Menschen, die einfach nur kaputtmachen wollen,  nicht zugänglich.
Dieser Friedhof hat seine besondere Aura der Verlassenheit und Vergessenheit. Auf manchem Grabstein liegt ein Stein zum Gedenken, der wer weiß seit wie vielen Jahrzehnten dort schon liegt. Das einzige größere Bauwerk im Friedhof ist das 1927/28 erbaute Taharahaus , an dem eine Tür zugemauert ist.

Der Feldweg mit dem Friedhof im Hintergrund

Allersheim ist ganz in der Nähe




Taharahaus
Reste von Gabsteinen, die evtl. mal zerstört oder wiedergefunden wurden



1 Kommentar:

  1. Genauso sehen die meisten amerikanischen Friedhöfe auch aus: Grabstein und grüne Wiese. Ich glaube das ist auch etwas einfacher zu pflegen als die deutsche Variante mit Gartenbepflanzung drumherum.

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