Mittwoch, 1. Mai 2013

Wie lange braucht man, um sich einzuleben?

 enn der Umzug endlich geschafft ist, kommt das Einleben hinzu. Erst nach einer Weile bemerkt man für sich, daß dieses oder jenes doch besser anders stehen sollte, diese Schublade lieber mit etwa anderem gefüllt werden müßte, um sich zurecht zu finden. Die Einrichtung wird nach und nach dem individuellen Leben angepaßt und neu geordnet.
Mit meinem Wohnzimmer war ich noch nicht wirklich zufrieden. Nach Tagen kam ich früh morgens wieder über die Türschwelle und begann spontan, bis auf Claudias Amerikaner  und ein paar andere Möbel alles neu zu arrangieren. Das Ergebnis ist für mich nun angenehmer und jetzt stimmt es.
Claudias Eltern haben mir eine kleine Uhr mit Glasdeckel geschenkt, die nun auf der Schubladensäule steht. Eine ähnliche, nur größer, stammt aus dem Besitz meiner Mutter.
Die DVD-Kommode habe ich ein wenig ausgeräumt, um das bereits dort befindliche Gedränge zu beseitigen. Auch DVD können Platzangst bekommen, oder nicht? Dazu habe ich das zweite alte DVD-Regal auch schwarzbraun gestrichen.



































Auf die DVD-Kommode soll eigentlich ein Fernseher. mein alter hat den Umzug nicht überlebt. Der Reciver ist zwar schon dran, aber ich frage mich ernsthaft, ob ich eigentlich einen Fernseher brauche und will.

 Der Schreibtisch  ist der eigentliche Lebensmittelpunkt des Wohnzimmers. Hier steht der Computer, stets mit DVD gefüttert, hier wird gelesen, auch gegessen, geschrieben und Katz hat auch ihren Platz

Halsbonbonkiste

Ein Pappkistenfund von Tedi


Die Katzen haben sich bereits an die Wohnung gewöhnt. Kratzbäume und der Platz über dem Kühlschrank sind angenommen und der Garten in Besitz genommen. Die zwei gehen auch häufiger auf die Toilette als früher - ist es die gute Landluft oder finden sie im Garten keine geeigneten Scharrplätze? Als nächstes bekommen sie auf den Balkon eine Toilette mit Dach.





 Es braucht seine Zeit, bis eine Wohnung und das Leben darin eine gewisse Struktur, seinen "Trott" bekommt. Bis dahin ist das Umräumen, verändern und verändern nicht ohne Reiz.
Die Prise Salz dazu ist die Vorfreude auf, das, was zur Ergänzung nach und nach hinzu kommen soll.
















Mein erstes Buch hier in Altertheim war eine Biographie über Schillers Schwester Christophine, einer Frau, die typisch für ihre Zeit viel von ihrem Wesen dem Manne unterordnen mußte. Ihre Heirat war bedauernswerterweise eine schlechte Wahl. Was wäre aus ihr geworden, hätte sie einen Mann gefunden, der sie und ihre Begabungen förderte?
Nun lese ich über die Schwestern von Lengefeld und ihr interessantes Verhältnis Schiller gegenüber.



Eine Obststudie Christophinens


Ihr nicht gerade auf Gleichberechtigung gepolter Mann

Mein derzeitiges Buch


Alles in allem liebe ich diese Wohnung und genieße den Umstand, daß Claudia gleich eine Treppe weiter unten zu finden ist. DVD- und Fernsehabende, gemeinsames Frühstück und Plauschereien sind urplötzlich von ihrer früheren Kompliziertheit befreit.

1 Kommentar:

  1. Das dunkle Holz sieht toll aus, ich mag den Kontrast mit den Wänden.
    Ich brauche normalerweise ein Jahr, bis ich mich richtig eingelebt habe... und so lange bin ich auch noch mit regelmäßigem Umräumen beschäftigt (die Räume ‚wachsen‘ noch ;) doch danach ist es erstmal gut so, bis ich zumindest ein Jahr später der Meinung bin, daß alles entweder ausgemistet oder zumindest verändert werden sollte.
    Viel Spaß mit dem neuen Zuhause. Liebe Grüße Thea

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