Sonntag, 5. Mai 2013

Manche Bücher findet man unverhofft ...

n meinem alten Domizil in Unterdürrbach starb vor wenigen Monaten eine alte Frau, die ihren pflegebedürftigen Mann versorgte. Dieser kam nach ihrem Tod in ein Pflegeheim und zurück blieb eine vollausgestattete Wohnung. Ab und zu kam jemand, um dort nach dem rechten zu schauen. Irgendwer, der sich nicht sonderlich für bedrucktes Papier zu interessieren schien, warf allerhand Bücher in die Altpapiertonne.
Durch einen glücklichen Zufall entdeckte ich beim Altpapier entsorgen zwei tage vor der Entleerung die ganzen verwaisten Bücher, von denen ich einen Teil mitnahm. Die Masse war gut gepflegt und trotz des ruppigen Umgangs mit ihnen fast makellos. Vielleser waren die alten Leute zwar nicht, aber dafür gab es einige nette Bücher zu retten, darunter ein Lexikon mit 5000 Haushalttips, deren Inhalt gewiß seit vielen Auflagen unverändert übernommen wurde. Diverse Illustrationen verdeutlichen die zum Teil noch heute vorherrschende Ansicht, Hausarbeit sei Sache des Eheweibes.




 Bei Tedi wiederum gab es in der Bücherkiste mal etwas wirklich interessantes für extrem ganz wenig Geld, also kam das Lexikon der bedrohten Wörter gleich mal mit und steht nun in meinem Regal für Lexika aller Arten. 
 Nun weiß ich wohl, daß ich alt bin, denn viele der Wörter kenne ich noch und ihre Bedeutung ist mir vertraut, ja teilweise von mir noch in Anwendung. - Mensch, da fühlt man sich fast Hintertupfingenmäßig.  Das merkt man bestimmt auch an meinem hartnäckigen Festhalten an dem putzigen  Buchstaben "ß".


 Das kleine Buch ist jedenfalls vergnüglich zu lesen, denn der Autor versteht es, die Begriffe humorvoll zu erläutern.















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