Mittwoch, 29. Mai 2013

Naturschauspiel !

estern erblickten wir ein selten zu sehendes Gestirn, was uns zu einem spontanen
Spaziergang herauslockte. Auch die ganzen Katzen bei uns frohlockten. Doch schon heute ist von diesem Naturspektakel nichts mehr zu sehen.
 Immerhin: wir haben es genutzt! Quer durch den Ort ging es einen Hügel hinauf, dieses Gestirn (es heitß "Sonne", laut Wikipedia) wärmte unsere kleine Welt und der Himmel war unnatürlich blau gehalten.  Ein leichter Wind wehte und die Sicht ging  weit, leider hatten wir Termine und kaum auf dem Berge, ging es wieder zurück.

Ob solche erstaunlichen Naturphänomene wieder auftauchen werden?






Sonntag, 26. Mai 2013

Grauregen - Regengrau

 eute saßen Gina, Lina und ich an der offenen Balkontür und haben dem Regen zugesehen. Die Temperaturen passen gut zu einem Wintertag im frühen März, nicht zu einem Fastbaldsommertag im Mai.  Irgendwo hat etwas mal schneller, mal langsamer auf den Boden getropft, laut und das eintönige Regenrauschen störend. Wir saßen da recht lange und niemand hat sich bewegt ... ach, Lina ist kurz in ein trockenes Eck auf dem Balkon gegangen, aber auch dort gab es nur Regen und Grau zu sehen, also kam sie schnell zurück.
Grauer Tag, graues Wetter, oh Regen, oh Grau, ein dicker grauer Strich am Himmel, der übergangslos mit dem grauen Horizont vergraut. Grausiger Grautag. Aus Grau wird mal Blau, bloß wann, wo und in welchem Jahr? Passend dazu zwei recht farblose Illustrationen aus alten Büchern des 19. Jahrhunderts. Meine Träume werden diese Nacht vermutlich auch in einem schönen Grau gehalten sein.



Freitag, 24. Mai 2013

Eine neue kleine Leidenschaft

 or langer Zeit kaufte ich, weil sie hübsch anzusehen waren, zwei schmale, kleine Bändchen mit dem Titel "Mit Goethe durch das Jahr". Lange habe ich sie ohne tieferes Wissen über Goethe in einem Buchregal stehen gehabt, nun seit mein Interesse für Goethe, seine Zeit und die Menschen, mit denen er kurz oder länger zusammenkam, geweckt ist, stellen diese zwei Bändchen den Grundstock für mein Ziel dar, alle Bücher aus dieser Reihe zu erwerben.
24 Stück habe ich nun, was wenig  gegenüber der Tatsache ist, daß diese Hefte seit 1964 herauskommen, zumindest in der Form mit eienr bestimmten Thematik, seit Frau Biedrzynski die Gestaltung und Herausgabe übernommen hat.
Effi Biedrzynski hat mit dieser schönen Idee  in jedem Band ein thematisch kleines Fenster in die "Goethezeit" geöffnet, die  es erlaubt, sich Stück für Stück ins 18. und frühe 19. Jahrhundert zu vertiefen.
Jeder Band hat ein bestimmtes Thema, da entsprechend  vorgestellt wird und nicht die Tendenz hat, sich abseits dieses speziellen Fadens zu zerfransen. Zudem hat er die Form und Größe eines Taschenkalenders, der für jeden Tag des Jahres ein Goethezitat bietet - mal weise, mal launisch, mal deutlich widerlagbar. Die Seiten sind durch viele passende zeitgenössische Zeichnungen, Portraits, Briefausschnitte und mehr aufgelockert.
Ich habe für mich ein System ausgedacht, mit dem ich jedes Thema schnell herauspicken kann, sollte ich mich intensiver damit beschäftigen: Klebeetiketten, die sich nicht wie Preislabels fest mit dem Buch verbinden, sondern ohne Spuren zu hinterlassen,
 wieder abzumachen sind.

Ergänzung von 18.6.2013: Hier eine Liste der Hefte mit den Themen, soweit ich sie besitze bzw. über das Internet thematisch erfassen konnte.
Seit 1964 werden die Hefte einem bestimmten Thema zugeordnet und ich denke, es gibt gewiß Goethefreunde, die  wissen wollen, worin es in diesen kalendern geht.
Die mir noch fehlenden Kalender sind farblich unterlegt.

1964

1965

1966

1967 Goethe und die Schweiz
1968 Goethes Faust
1969 Goethe und die Kinder
1970

1971

1972 Französische Revolution
1973 Goethe als Gärtner
1974

1975
Philipp Seidel – Peter im Baumgarten – Karl Ludwig. v. Knebel
1976 Goethe und Italien
1977 Goethes Frankfurter Familie
1978 Mit Goethe unterwegs
1979 Goethes Nachkommen
1980 Goethes Tischkultur

1981 Christiane Vulpius, spätere Christaine Goethe
1982 Goethes Lebensabend
1983

1984 Goethe und die Musik
1985 Goethes Haus am Frauenplan in Weimar
1986 Charlotte v. Stein
1987 Goethe und die Ärzte
1988 Goethe und die Deutschen
1989 Goethe und Frankreich
1990 Goethe und die Herzoginnen von Sachsen-Weimar
1991 Goethe in Böhmen
1992 Goethes Weimar
1993 Lili von Türckheim
1994 Kulturminister Goethe
1995 Goethes Gastlichkeit und Gäste
1996 Rivalen und Rivalitäten
1997 Goethes Schwierigkeiten im Umgang mit der Kunst
1998 Marianne v. Willemer
1999 Zu Goethes 250. Geburtstag
2000 Der Weisheit letzter Schluß
2001 Friedrich Schiller
2002 Goethes Diener
2003 Frau Aja und Schwester Cornelia - Goethes Mutter und Schwester
2004 Goethe im Umgang mit Frauen – C. Schröter, A. Kauffmann, B. Brentano
2005 Goethe und Schiller in Weimar und Jena
2006 Goethe und die Zeit
2007 Goethe und Anna Amalia
2008

2009 Goethes Haus in Weimar – 300 Jahre Goethehaus
2010 Goethes Freunde – Freunde Goethes
2011 Goethe und Kleist
2012 Goethe und die Gesundheit – Gesundheit bei Goethe
2013 Goethe und die Höhe
2014 Goethe und der gestirnte Himmel




Eine neue kleine Leidenschaft, die wieder mit offenen Augen durch Flohmärkte, Amazon, Ebay und andere Online-Anbieter führt.

Freitag, 17. Mai 2013

Der Rupfkarton ist tot - es lebe der Rupfkarton!

Hmmmm ....
ina hat es nun geschafft: der Rupfkarton ist zerrissen, zerkratzt, zerfetzt. Was nun? Da macht das rupfen wohl keinen echten Spaß mehr. Eher unlustig als mit Spaß wird noch etwas an dem, was mal ein Karton war, gearbeitet.
Aber Ersatz ist bereits gefunden! Besonders spaßig ist es, den neuen schmalen Karton, den ich mit Absicht hochkant hinstelle, umzuwerfen und ihn dann fachkätzisch zu zerrupfen. Der neue eignet sich auch als bequeme Liegefläche, das ist doch dann genau das rechte:für Lina. Sie kann nach getaner Arbeit gleich an Ort und stelle etwas ausruhen.
Das neue Spielzeug habe ich nun mal in eine Ecke gestellt, wo er mich nicht behindert und wo ich Lina in ihrer Konzentration nicht störe

Neuer Rupfspaß

Mittwoch, 15. Mai 2013

Garten und Gartenkatzen

oben, jagen, verstecken, "abklatschen" (so nenne ich den Stupser auf den Kopf) - so spielen meine Katzen quer durch die Wohnung, daß es staubt. Ich bin sehr froh, daß sie mehr miteinander machen, seit sie hier in der neuen Wohnung leben. gestern kam Gina erst um 2.00 Uhr nachts (nach meinem mehrmaligen pfeifen) zurück, da sie sich nicht wegen einer anderen Katze im Garten heimtraute. Lina wurde deswegen auch schon unruhig, sie vermißte die Schwester. Sie lieben die weite Aussicht vom Balkon und so oft habe ich sie noch nie auf ein Foto gemeinsam bekommen wie hier. Im Garten lebt jetzt die braune Katze mit ihren Jungen. Die Katze wird bald kastriert und die Kindchen in vier, fünf Wochen vermittelt. Ich hoffe, daß gina und Lina sich mit Brüni wieder arrangieren können, da sie anfangs keine Probleme hatten, bis Brüni zum wahren Muttertier wurde und allees katzige wegfaucht, was nicht zur Familie gehört. Meine Katzen sollen doch auch wieder im Garten herumtollen dürfen ...







 Den Garten füllen wir gemächlich mit Dekorationen. Manchmal geschieht es für Claudia sehr überraschend, worüber sie sich auch sehr freut. Leider haben wir eine Lebensaufgabe: japanischen Staudenknöterich, den die Vorbesitzer des Hauses aus Unkenntnis gepflanzt haben. Diese Pflanze macht sich sehr breit, ist gegen alles mögliche an gegenmaßnahmen gefeit. Ausgraben und entfernen der Triebe ist so ziemlich alles, was hilft (Gift kommt mir nicht in den Garten, schließlich leben hier auch andere Pflanzen und auch Tiere wollen ihr Dasein ungestört führen dürfen).


der obere Teich

Schlafender Drache am unteren Teich




Mittwoch, 8. Mai 2013

Kleine Dinge für das Wohlbefinden


eimwärts kam ich diesen Dienstag mit einem prallgefüllten Rucksack voller Bücher, die ich aus der Bücherei Oberaltertheim mitnehmen konnte, und das nicht etwa leihweise, nein! Aus dem Lager für ausgesonderte Bücher durfte und darf ich alles mitnehmen, wonach es mir gelüstet. Mitunter gab es auch ein paar unglaublich unmögliche Glückstreffer wie "15 Jahrhunderte Würzburg", das längst vergriffen und nicht unter 30 Euro zu bekommen ist. "Weinland Franken" vom früheren Leiter des Denkmalamts Würzburg Reinhard Worschech gab es auch lediglich für etwas Schweiß beim Tragen des ganz schön schweren Rucksacks.
Von KIK nahm ich zwei neue Kaffeetassen mit wirklich hübschen Mustern mit. Vorher habe ich zwei dieser Art auch Claudia geschenkt. Das seit dieser Woche auch bei mir heimische Ikeaeanische Milchkännchen paßt gut dazu.
Endlich mit Stil Milch in den Kaffee gießen, nicht hopp-hopp aus der Milchtüte, wie fein, wie fein. Es ist nicht viel, aber es macht das Leben ein kleines Kleckschen graziöser, liebevoller, bunter, feiner, gibt ihm eine besondere Eigenart. So wie ein leuchtender Lavalampenstein mit einer hübschen Uhr davor - früher, weit früher hätte ich mir aus einer solchen Lebensart.










Der Katzenessplatz hat anstelle des Handtuchs eine Badematte von IKEA erhalten, der von den Katzen auch gern angenommen wird. Bei Tedi fand ich zwei kleine, süße Keramikschalen für Katzenfutter.
Es ist lohnenswert, auch in solchen Geschäften die Augen aufzumachen, da zwischen allerlei Zeug und gewöhnlicher Massenware (Pardon, ist doch so) die eine oder andere Perle zu finden ist.
Oft bin ich wirklich überrascht, was man einfach so aus dem Moment heraus finden kann, wenn man sich nur genügend umschaut.



Satt, müde, zufrieden - und überhaupt!

Montag, 6. Mai 2013

Ausgeschlafen ...

eine Mädels haben heute so ziemlich den ganzen Tag durchgeschlafen oder herumgedöst. Die Plätze auf dem Kühlschrank und dem Kleiderschrank sind wie erwartet ihre Lieblingsaufenthaltsorte. Alles im Blick, ganz oben und sicher, ruhe und Behaglichkeit - wer wünscht sich das nicht?
Heute jedenfalls war Nichts tun Trumpf und die Sonne haben sie mal lieber vom Inneren des Hauses aus betrachtet.
"Hi  Schwester!"
Oh, hi Schwester!"

"Ausgeschlafen?"

"Och ja."

"Und was hast du vor?"

Dösen!"



Sonntag, 5. Mai 2013

Manche Bücher findet man unverhofft ...

n meinem alten Domizil in Unterdürrbach starb vor wenigen Monaten eine alte Frau, die ihren pflegebedürftigen Mann versorgte. Dieser kam nach ihrem Tod in ein Pflegeheim und zurück blieb eine vollausgestattete Wohnung. Ab und zu kam jemand, um dort nach dem rechten zu schauen. Irgendwer, der sich nicht sonderlich für bedrucktes Papier zu interessieren schien, warf allerhand Bücher in die Altpapiertonne.
Durch einen glücklichen Zufall entdeckte ich beim Altpapier entsorgen zwei tage vor der Entleerung die ganzen verwaisten Bücher, von denen ich einen Teil mitnahm. Die Masse war gut gepflegt und trotz des ruppigen Umgangs mit ihnen fast makellos. Vielleser waren die alten Leute zwar nicht, aber dafür gab es einige nette Bücher zu retten, darunter ein Lexikon mit 5000 Haushalttips, deren Inhalt gewiß seit vielen Auflagen unverändert übernommen wurde. Diverse Illustrationen verdeutlichen die zum Teil noch heute vorherrschende Ansicht, Hausarbeit sei Sache des Eheweibes.




 Bei Tedi wiederum gab es in der Bücherkiste mal etwas wirklich interessantes für extrem ganz wenig Geld, also kam das Lexikon der bedrohten Wörter gleich mal mit und steht nun in meinem Regal für Lexika aller Arten. 
 Nun weiß ich wohl, daß ich alt bin, denn viele der Wörter kenne ich noch und ihre Bedeutung ist mir vertraut, ja teilweise von mir noch in Anwendung. - Mensch, da fühlt man sich fast Hintertupfingenmäßig.  Das merkt man bestimmt auch an meinem hartnäckigen Festhalten an dem putzigen  Buchstaben "ß".


 Das kleine Buch ist jedenfalls vergnüglich zu lesen, denn der Autor versteht es, die Begriffe humorvoll zu erläutern.