Sonntag, 10. März 2013

Lina erzählt was

ein Mensch hat gemeint, ich solle doch mal so erzählen und erklären, wie ich das denn mit dem großen Karton mache, also, wie ich da beim Rupfen vorgehe, ob ich einen Plan habe oder einfach wahllos die Pappe zerfetze und so Zeug. Er hat ja viel Fotos gemacht, wie meine Schwester und ich  unser gemeinsames Projekt voranbringen.
Jetzt hat mein Mensch die Idee, dazu mal eine Fotoreportage zu basteln. Wie es halt so ist, führe natürlich ich die Regie und sage, was er fotografieren darf und was nicht.

Kann es los? Bist soweit?

Meistens fange ich am Boden an, ganz entspannt, kau mich von rechts nach links oder von links nach rechts rüber - ganz nach Lust und Laune. Wenn ich sehe, wo Gina aufgehört hat, mache ich da weiter, schließlich muß die Ästhetik des Rupfbildes ja stimmen. Wir haben zwei Löcher miteinander verbinden können und überlegen uns, ob wir erst nach oben oder unten zwischen den Löchern weiterknabbern. Da müsen wir noch drüber quatschen.

Reicht! Nächste Einstellung!

Sitzend geht vieles leichter, Katz kann am Boden rupfen oder an den Seiten, auch das, was katz über sich erreichen kann, ist bequem wegzurupfen. Da bin ich schon wahlloser: mal hier ein Bisschen, mal da etwas geknabbert ...  hinterher muß alles genau begutachtet werden. steht noch ein störendes Fitzelchen vor, kommt es weg, ist doch klar.
Es ist spaßig, wenn die Pappteilchen durch die Gegend fliegen und dann um mir herumliegen. Mein Mensch sammelt die alle in einer Schachtel und bringt sie ab und zu raus - Nistmaterial für Vögel, sagt er.

Was ich am Karton mag, das ist auch seine hervorragende Kratzeigenschaft! Da kratze ich mit Leidenschaft herum! Das tolle ist, daß das Pappzeugs  dabei abgeht und am Boden rumliegt (oder auch  auf mir ...). Da kann ich neue Löcher in den Karton kratzen und diese dann vergrößern! Außerdem ist Gymnastik auch gleich mit dabei!
Haste das drauf?!

Fertig?!
Arrr! Hör auf, Fotos zu machen!

So, das  war jetzt ein Eindruck, wie ich den Karton rupfe. Das Ergebnis ist immer wieder  berauschend. Aber ich kann euch auch noch was sagen: Neben Gymnastik und Spaß wird katz ganz schön müde davon!






Genug davon, ein andermal erzähle ich, wie mein Mensch mit mir heute spazierengegangen ist, was auch ganz toll war!


Kommentare:

  1. Das ist ja mal eine tolle Fotoreportage und die Regie ist auch hervorragend geführt worden. Schade, dass mein Pepper mit Kartons so gar nichts anfangen kann, sonst hätte ich ihm auch sofort so eine Freizeitbeschäftigung verschafft. Aber er knabbert lieber meine Teppiche an. Bitte weiter solche Geschichten erzählen, ich kann da gar nicht genug von bekommen.

    Einen schönen Rest-Sonntag
    und liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

    AntwortenLöschen
  2. Das ist ja mal eine tolle Idee :) Sieht wirklich so aus als würde Lina eine Geschichte erzählen wollen. Am besten finde ich das "Haste das drauf"? :D Sehr gut gemacht.

    Liebste Grüße,
    Nora

    AntwortenLöschen
  3. Danke für eure Kommentare :o)
    Lina ist eine süße Clownkatze, die nie Langeweile hat. Ich hoffe, sie und ihre Schwester werden noch sehr lange mit mir leben.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Groschi, na - ich denke mal, die Erzählkunst ist der "Katze" eigen.....sie kann es - woher auch immer - jedenfalls hat es Riesenspaß gemacht - (für einen Hovi - also wie ich einer bin - sind Katzen eher "nachjagdbar" )- dem munteren und auch sehr gezieltem Treiben mit der anschaulichen Moderation zuschauen zu dürfen. Herrliche Bilder....ja - Katzen die - edlen und geheimnisvollen Wesen.
    Wuff und LG
    Aiko

    AntwortenLöschen
  5. Das sieht nach einem perfekten Paisley - Muster aus... also das derzeitige Endresultat :)

    AntwortenLöschen