Sonntag, 20. November 2011

"Ist schon recht"

st schon recht - ein alter Satz, der alles ausdrücken kann und je nach Klang, Betonung und Anlaß freundlich, gemein, abwertend, aufmunternd, warm oder kalt klingen kann.
Dieser Satz ist besonders in einem kürzlich gelesenen Buch eine gern genutzt Phrase.
Dieses Buch kann ich nur empfehlen für alle, die sich das bäuerliche Leben vergangener Jahrzehnte  anlesen wollen:
  Mit der Autorin, die jetzt 92 ist, gibt es auch ein schönes Interview: Folge mir



Das Buch ist von einem Leitsatz geprägt: Du mußt etwas schaffen, um etwas zu gelten.
Auch ein weiterer Kernsatz ist wichtig, der auch die nostalgische Verklärung und die Unzufriedenheit vieler Menschen in unserem heute verdeutlicht:
"Ich weiß, wo ich hingehör, wo meine Wurzeln sind". Das ist einer der abschließenden Sätze von Dora Prinz,d er so viel aussagt, daß er in seiner Schlichtheit bombastisch ist.  Vielen fehlt dieses Gefühl im Hier und jetzt. Andere werden gerne mal dafür verantwortlich gemacht durch diese Unzufriedenheit (siehe Ausländerhatz oder Neid auf andere)
Wer seinen Platz hat, der ist zufrieden, und wenn er noch so wenig hat im Leben, genau daran krankt unsere Gesellschaft unter anderem: es fehlt an Perspektiven, Zuwendung  und Anerkennung des Einzelnen.


 Was mir immer wieder auffällt: in Deutschland scheint es menschlicher  zugegangen sein als auf österreichsichen Bauernhöfen.

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