Montag, 4. April 2011

Spontanwanderung

estern bin mal alleine unterwegs gewesen und bin oberhalb von Zell am Main zwischen  der steilen "Hettstadter Steige" und dem Margetshöchheimer Wald etwas mehr als zehn Kilometer gelaufen. Ich war sehr erfreut und überrascht darüber, in was für eine schöne Welt ich eintauchen durfte. Auf der Höhe kann man zwei Wanderwege folgen, die sich auch ohne weiteres miteinander verbinden lassen.
Die Strecke auf die Höhe ist etwas schweißtreibend. Ich bin mit Elan  voran marschiert, zu weit ausgreifend in den Schritten - natürlich begannen nach einer Weile die Unterschenkel an zu motzen - also machte ich kleinere Schritte, damit der Körper sich nicht weiter über mich aufregt.





 Über Zell habe ich das Gefühl des "open range" bekommen. Ein weiter Blick und ein leichter Wind machten die Botenstoffe in meinem Gehirn richtig zappelig und mein Glücksgefühl wuchs bald mit jedem weiteren Meter an.



Zwischen den Bäumen und in den Hecken - überall kleine Farbtupfer, die den Frühling ankündigen; na, die Bäume beteiligen sich auch langsam am allgemeinen Frühlingserwachen.  Die seit dem Verschwinden des Schnees nach Farben lechzenden Augen bekamen so richtig dolle ihren Genuß.







 Eins ist mir klar: hierher werde ich immer wieder mal kommen, wenn ich Lust auf kleine Wanderungen vor der Haustür habe.
 Auf die sommerlichen Veränderungen
 bin ich bereits jetzt gespannt.
Im Nordwesten machte sich schon die Vorhut der Schlechtwetterront mausig. Lauernd hing die da hinten rum und peilte die Lage.
Erwischt hat sie mich aber nicht mehr.

















Leider mußte ich durch das Gut "Hettstadter Hof", um zum Zeller Berg zu kommen. Privatweg-Schilder und Schranken machten schon einen abweisenden Eindruck. Ich war mir nicht sicher, ob ich nicht Ärger bekomme und stellte mich schon auf innerliches Lächeln und Winken ein. Radfahrer von vorn und hinten  zeigten mir aber, daß man hier offensichtlich durch durfte, ohne  "von der Seite angemacht" zu werden.
Neben einem leerstehenden Haus und alten Schweineställen fand ich im Buschwerk ein altes Kellerfenster. Alten Grundrißen nach zu urteilen, war der Hof einmal eine geschlossene Vierecl-Anlage. Einige gebäude insd nicht mehr vorhanden - aber die Keller kann man noch erkennen.





 Beim alten Steinbruch an der Hettstadter Steige  sind  terassenartig Mauern am Hang zu sehen - alte Weinbergsmauern?
Vom Steinbruch selber sieht man sehr wenig, er ist völlig zugewachsen.















Neben einer kleinen Schafherde mit süßen Lämmern lernte ich einen sehr freundlichen und gelassenen Hund kennen. Er ließ sich unheimlich gern an Hals und Kopf kraulen.



 Zurück zum Auto konnte ich einen schmalen Weg direkt hinter den Häusern von Zell entlanggehen. Der hoch gelegene Pfad erlaubt feines Schauen auf den Main und die Dachlandschaft des Ortes.

Und neugierige Blicke in die
Hinterhofwelt mancher Menschen, das gibts auch.

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