Sonntag, 1. April 2018

Kleinwanderung bei Leinach

nsere erste Frühjahrswanderung haben wir bei Leinach gemacht. Von der Wartturmstraße aus sind wir einen langsam ansteigenden Hangweg hinauf, der ein Teil des Leinacher Wanderweges "Weintraube" (PDF mit dem Wanderweg) darstellt. Am Wartturm vorbei wieder bergab mit perfektem Blick auf das alte Leinach. Den Altort werden wir uns bei Gelegenheit auch einmal ganz genau anschauen.
Unterleinach, Altort

Die ersten Leberblümchen

Alte Weinbergsmauer

Der uralte Weinbergsweg am Eschelberg. ringsum wurde einst komplett Wein angebaut


Hütehund, sein Schäfer, seine Schäfchen

Wegspinne zwischen Esch(el)berg und Mühlberg

Trampelfpad zum Wartturm
Trampelpfad zum Wartturm



 Dieser alte Trampelpfad ist geschichtsträchtig für meine Familie. Leinach und seine Höhen südöstlich davon waren bevorzugte Ausflugsziele für Nachmittage. Mein Vater hat uns mit Stativkamera und Selbstauslöser festgehalten. Voll gegen die Sonne, was ich nie mochte. Wann war das wohl? Irgendwann um 1970 herum.




Anschaulich fuhr für uns auch ein ICE über diese Brücke.


Montag, 19. Februar 2018

Heimat ist da, wo die Bäume dich kennen

 arum ich gerade über diese Wanderung schreibe? Nun, weil sie auf dreierlei Art  bemerkenswert ist. Mit 6,5 Kilometern ist es die erste größere Wanderung seit meiner Krankenhausentlassung  im Oktober letzten Jahres und ich bin wieder fit genug für solche Strecken. Zum zweiten ist es die erste Wanderung ohne Claudia, was aber nicht zur Routine wird. Zuguterletzt zeigt es doch: auch die Gegend um die beiden Altertheime direkt herum kann reizvoll sein und zum andern anregen.
Eigentlich war mein Anliegen, diesen Gang zu machen, rein geschäftlicher Art: zum einen  wollte ich zur Post, zwei Amazon-Verkäufe abgeben (die dann aber wegen Urlaub geschlossen hatte, ha-ha-ha!), zum anderen hatte ich in drei straßen noch Post aus der Vornacht von Nichtlesern, wie ich die Nichtzeitungsabonnenten nenne, auszutragen. Es zahlt sich doch aus, direkt in einer Straße zu wohnen, die einen ziemlich schnell in die Natur führt, ohne Umweg und Anstieg,

Der Burgweg mit seinem kleinen Wäldchen. Blick zurück zum Dorf




2012 war übrigens am Rand des Sonnenblumenfeldes noch eine längere Hecke. Leider wurde sie vom Bauern komplett gerodet.


Blick auf das Ziel: Unteraltertheim
Ein deutsch-sibirischer Pfarrer meinte vor Jahren, als er den Abgang der jungen Leute aus seinem Dorf beklagte, daß die Heimat dort sei, wo dich die Bäume kennen. Diese zwei hier, die wie ein Tor auf mich wirken, kennen mich jetzt schon seit 2011.

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Die gleichen Bäume 2012
Hinter den zwei Bäumen beginnt der Burgweg, sich abwärts zu neigen. er mündet in einem kleinen Einschnitt namens "Wirthgraben" und geht wieder bergauf zum Rabenberg. Das zweflügelige Tor existiert schon lange.


Das gleiche Tor 2012


Vom Burgweg  aus bin ich durch einen Waldweg hinunter zum Radweg. Der Flurname jenseits des Wäldchens lautet passenderweise "Im tiefen Loch"

Ja, es war übrigens Faschingsdienstag

Das "tiefe Loch" und Oberaltertheim
Unteraltertheim vom Radweg aus

Welzbach


Bei uns in Oberaltertheim führt der Welzbach, oder "Altertbach", wie er noch heißt, kein Wasser. Erst eine Quelle  im Wiesengrund zwischen Wasserhaus und Unteraltertheim speist ihn mit Wasser und er wird zum richtigen Bach. Über die Ufertreppe bin ich ins Dorf hinein gegangen.


In der Gartenstraße traf ich drei der dort lebenden Hausgänse an. Auf ein Foto hatten sie wenig Lust, beschwerten sich und kamen drohend auf mich zu. Als Ersatz fotografierte ich diese harmlosere Gans in ihrem Hofbereich, damit ich wenigstens einen Hinweis auf sie habe.


Das alte Feuerwehrgerätehaus. Sonst steht auf dem hellen Fleck auf dem Vorplatz ein Auto oder der kleine rote Feuerwehrbus. Die freie Fassade konnte ich endlich fotografieren. Gleich ausgenutzt. 


Bei einer Mainpost-Kollegin balancierte eine der sechs Katzen der Großfamilie auf dem Balkongeländer. Offensichtlich machte sie das um darauf hinzuweisen, daß sie rein will, denn sie setzte sich genau vor das Fenster links vom Balkon und schaute demonstrativ hinein.






Nach getaner Pflicht suchte ich mir für den Rückweg einen Weg, den wir noch nie gegangen sind. Es ist ein schmaler Feldweg unterhalb der Häuser an der Steige. Ich hoffte einfach, der Weg führte mich am Hang entlang zum Naturschutzgebiet Wolfsklinge. Tatsächlich ließ mich mein Gespür nicht im Stich. Auf der alten Karte aus dem 19. Jahrhundert heißt er sogar "der untere Steig": Der kurze Pfad ist nicht uninteressant. Man hat einen schönen Blick ins Tal und ganz, ganz kurz fühlte ich mich wie auf der Hochrhön, als ich über diesen fast kahlen Wiesenhang lief.  Die alte Karte zeigt an einer Stelle die typischen Weinpfahlsymbole mit Weinranke. tatsächlich gibt es in diesem Bereich eine alte Böschungsmauer.


Reste von einer Weinbergsmauer.

Blick zurück nach Unteraltertheim
Bei der Wolfsklinge bin ich gleich schnurstracks weiter, etwas schräg den Wiesenhang hinauf, den eigentlichen Weg,d er steil hoch führte, links liegen lassend.
Ein alter Obstbaum am Hang der Wolfsklinge
Oben am Hang ist ein kleines Feldheckenumsäumtes Grundstück mit einem ziemlich alten Häuschen, möglicherweise ist es ein altes Weinberghaus, denn auch hier ist das Symbol für Weinanbau auf der alten Karte vermerkt.

Die Höhe selbst bis nach Oberaltertheim hin ist wenig reizvoll. Hier hat die intensive Landwirtschaft ihre Zeichen gesetzt.


Immerhin ist eine Baumgruppe noch ein letzter schöner Blickfang, bevor der Ort auftaucht.

Aus dieser Perspektive konnte ich die "Wahrzeichen" Oberaltertheims auf eine andere weise fotografieren. Schulhaus, Gemeindehaus und Kirche direkt hintereinander. es läßt sich gut vorstellen, wie es im 13.und 14. Jahrhundert ausgesehen haben muß, als die Herren von Altertheim an der Stelle dieser drei Bauwerke ihren bescheidenen befestigten Hof hatten. für eine typsiche Klischeeburg hatten sie einfach nicht die finanziellen Mittel. Wenigstens thronten sie über dem Ort.


Diese Holzhütte zum Aufbewahren von Holzscheiten sehen wir ansonsten von der anderen Talseite aus. Hier ist ein beliebter Hundegassiweg.

Am Eck der neuen Gasse und dem Gäßlein gibt es einen leerstehenden Hof, dessen Anblick mich immer wieder zu Fotos reizt. Er hat ein paar nette Details. Auch die Geschichte weist daraufhin, daß das Anwesen sehr alt sein muß. es gehörte um 1300 dem Würzburger Domherren Dietrich de Augsburg, das ihm jährlich 34 Pfennig Zins einbrachte. Es gehörte lange Zeit einer Familie Winkler und weiterhin an typische Altertheimer Familien: Landeck, Götzelmann, Kraus. Ich hoffe immer noch, eiens Tages in den Hof zu dürfen und mir alles ansehen zu können, bevor eines schönen Tages abgerissen wird.


Beim fotografieren fiel mir die Katze gar nicht auf.

Das kleine Fenster ist doch interessant, oder nicht? Es ist ein typisches "Wer kommt den da zum Hof herein?"-Guckfenster


Freitag, 9. Februar 2018

Winter in Oberaltertheim

m Wochenende des 3/4. Februars hat es ziemlich geschneit. Am Montag haben wir beim schönsten Sonnenschein und klarer Luft eine kleine Schneewanderung Richtung Unteraltertheim absolviert. Die ganze Indoor-Fotografiererei der Vortage hat meine Batterie fast leer gesaugt, ich habe nicht an den Ersatzakku gedacht geschweige denn, den benutzten Akku mal aufzuladen, daher gibt es nur einen Teil der Wanderung auf Karte  gebannt. Für's nächste Mal dran denken: Behälter mit Ersatzakku und Ersatzkarte mitnehmen.
Auf dem Rückweg hat uns ein reichlich scharfer Nordwind  geärgert. Wir sahen zu, daß wir heim kamen. Kaffee und Katzen warteten schon.
Oberaltertheim

Einer unserer Hauptspazierwege

Unteraltertheim


Mein Lieblingsbaum taucht auf


Da ist er

noch näher


Viele Spuren von Rehen und Hasen

Mächtig was los in dieser Gegend